Der Kampf um die Grenze des Sagbaren (Podiumsdiskussion)

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Meinungsfreiheit vs. Politische Korrektheit – Der Kampf um die Grenze des Sagbaren

Lange Zeit herrschte Einigkeit darüber, welche Sprache im politischen Diskurs als geduldet und somit „politisch korrekt“ galt.
Durch die Verwendung dieser Sprache sollte Diskriminierung aus der politischen Öffentlichkeit verschwinden, weil man zunehmend erkannte, dass gerade Sprache potentiell verletzende Wirkung entfalten kann. Dies führte in kürzester Zeit zu verschiedenen Veränderungen der sprachlichen Normen, die allerdings inzwischen nicht mehr von allen Teilen der Gesellschaft akzeptiert werden.

Besonders von Seiten der politischen Rechten wird versucht, die Grenze des Sagbaren zu verschieben, aber auch einzelne linke und liberale Intellektuelle sehen die politische Korrektheit kritisch. Es wird argumentiert, dass die Verwendung einer zu restriktiven politisch korrekten Sprache das Recht auf Meinungsfreiheit unterminiert und zunehmend aushöhlt.

Was unterscheidet also die sprachliche Zensur in autokratischen Systemen von der Selbstregulierung in unserer Debattenkultur? Müssen wir unsere Diskussionsnormen tatsächlich hinterfragen? Inwieweit muss unsere Demokratie auch Verletzungen der politischen Korrektheit aushalten? Oder ist vielleicht gerade die politische Korrektheit der Stützpfeiler einer demokratischen, offenen Gesellschaft?

Freut euch auf einen spannenden Abend mit unseren Referierenden:
– Dr. Lina Vollmer, Referat Gender & Diversity Management, Universität Köln
– Dr. Andreas Püttmann, Politikwissenschaftler & Publizist
– Dr. Mario Anastasiadis, Institut für Sprach-, Medien- und Musikwissenschaft, Universität Bonn

SAVE THE DATE: Dienstag, der 15.01.2018 um 18:15 im Raum 3.015 in der Lennéstraße 6